Ich bin immer wieder aufs neue verblüfft wie hier im Netz ein Werkzeug wie Meditation beschrieben wird.

Oft wunder ich mich nicht, dass immer noch nicht genügend Menschen einen Zugang zu dieser wundervollen Methode finden konnten.

Die Beschreibungen kommen entweder von selbsternannten Gurus, welche von der Ego-Auflösung sprechen (wobei sie oft wirken als wäre ihre unendliche Weisheit auch nur eine andere Form von Ego),

bis hin zu subjektiven Erfahrungsberichten von Personen, welche versuchen Meditation objektiv zu erklären.

Und hier bin ich auch schon beim ersten Aspekt, denn es ist wichtig zu verstehen, dass Meditation immer eine persönliche Sache ist und von daher nur bei der direkten Anwendung erfahren werden kann.

Wir könnten auch niemanden erklären wie Honig schmeckt, wenn unser Gegenüber noch niemals Honig probiert hat und selbst dann bleibt es Geschmacksache 😉

Meditation ist also Geschmacksache und nur eine von vielen Methoden den Geist zur Ruhe zu bringen.

Gerade am Anfang ist hierbei jedoch ein Lehrer notwendig, der uns in die Praxis einführt und uns ähnlich wie beim Fahrrad fahren lernen,
die ersten Schritte bei bringt.

Dabei spielt es keine Rolle ob die Methode Yoga, Meditation, Tai Chi, oder einfach nur das Leben im Jetzt ist etc.

Ich hatte jahrelang genau hier meine Stolpersteine, denn als ich das erste Buch über Meditation gelesen hatte, war ich so begeistert, dass ich mir dachte,
„Okay Lets do that, ich werde ein großer Meditierender“ = Achtung Ego 😉

Das einzige was jedoch groß wurde, war meine Verzweiflung, als ich dann auf meinem Meditationskissen saß und mich mit geschlossenen Augen immer wieder daran erinnerte, dass ich jetzt auf keinen Fall denken darf.

Kurz gesagt, mir viel es unglaublich schwer, weniger zu Denken, beziehungsweise gar ganz damit aufzuhören. Meine Motivation rutschte in den Keller und ich musste erst meinen Lehrer finden um wieder zur Meditation zu finden.

Dieser machte mir klar, dass wir nicht einfach durch unseren Verstand, diesen ausschalten können. Sondern zeigte mir andere Möglichkeiten, mich von den Gedanken innerhalb der Meditation, aber viel entscheidender auch später dann im Alltag zu distanzieren.

Unser ständiges Denken ist ein über die Jahre erlerntes Problem geworden, wenn wir uns dann noch mit jedem Gedanken identifizieren, werden Probleme und Sorgen nicht lange auf uns warten.

Unser Geist ist vergleichbar mit einem Ozean, indem ständig neue Wellen, daher Gedanken entstehen. Sind wir mit jedem Gedanken identifiziert , werden wir ständig von den Wellen mit gerissen. So werden wir vom Leben überwältig.

Wir haben jedoch die Möglichkeit surfen zu lernen, wir benötigen nur das richtige Brett und ein wenig Zeit in der Surfschule.

Die richtigen Surfbretter, können die Konzentration auf dem Atem sein, auf den inneren Körper, sowie das bewusste Wahrnehmen des gegenwärtigen Moments.

Wenn wir den Umgang mit den Surfbrettern lernen, werden wir das Leben meistern.

Der Surfer Kelly Slater sagte einmal „Mit dem Surfen ist das so wie mit der Mafia. Wenn du einmal drin bist – dann bist du drin. Da gibt es kein zurück mehr.“

Aus meiner Sicht wird Meditation das gleiche bewirken. Denn haben wir erst einmal unseren inneren Ozean gebändigt, machen die Herausforderungen des Lebens wieder Freude. Meditation lässt uns somit wachsen und schafft Freiheit im Kopf.

Weitere Vorteile der Meditation von Gesundheit, bis hin zu Beziehungen,
kommen im nächsten Blog Artikel.

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